Danke für das Feedback !

Liebe Freunde,

zunächst einmal möchte ich mich herzlich bei euch bedanken, denn ich habe so viele Nachrichten bekommen, die wirklich schön zu lesen sind.

Ich hätte niemals gedacht, dass eine private Ankündigung über eine Kaabo-Kooperation auf meinem Instagram-Kanal so viele Nachrichten auslösen kann.

Es sind wirklich unzählige Nachrichten von so vielen Menschen gekommen, die sich insbesondere den Kaabo Mantis GT als zusätzlichen Scooter gewünscht haben.

Das freut mich ganz besonders – und natürlich auch Kaabo.

Ich habe heute meine Reise ein bisschen umstrukturiert, und wir treffen uns übernächsten Montag, um am Produkt zu arbeiten.

Wichtig: Ich kann final noch nichts versprechen, denn wir müssen schauen, wie der Scooter bei 52 Volt reagiert.

Fakt ist – und das habe ich heute auch mitgeteilt –: Ich möchte so wenig wie möglich ändern. Leider muss natürlich wieder die coole Seitenbeleuchtung des Ursprungsmodells angepasst werden. Aber ich habe hier schon eine Idee, wie wir das umsetzen können, und habe diese heute Morgen mit dem Design-Team besprochen.

Ich fliege Anfang der nächsten Woche, kurz nach dem Geburtstag unseres Sohnes, zurück nach China. Mich erwarten einige tausend Kilometer Zugreise und unzählige Termine.

Eine der vielen Fragen war, warum wir mit Kaabo damals nach dem riesigen Erfolg des Legends nicht weitergearbeitet haben.

Ihr bekommt eine sehr ehrliche Antwort von mir:

Wie ihr sicherlich wisst, hatten wir zu diesem Zeitpunkt noch ein Team in Asien, welches völlig selbstständig auch den Einkauf geleitet hat.

Diesem Team habe ich den Auftrag gegeben, das ursprüngliche Legend-Modell weiterzuentwickeln, welches schlussendlich in einer Version mit einem viel zu kurzen Trittbrett und einem technologischen Fiasko geendet ist.

Zu diesem Zeitpunkt war ich stinksauer, da wir eine Menge Geld in Entwicklungskosten gesteckt hatten. Ich glaube, hierzu gibt es irgendwo im Internet – bei YouTube oder so – auch noch ein Video.

Auch nach dem Brand kam von Seiten Kaabos gar nichts – auch kein Ersatzteilangebot in irgendeiner Form.

Ich muss dazu sagen, dass sämtliches Management, insbesondere mit Kaabo direkt, hauptsächlich über meine Kollegen bzw. mein Team in Asien lief.

Ein Team, das es aus gutem Grund seit Mitte 2024 nicht mehr gibt.

Kaabo, Sinone und ich haben uns im letzten Jahr alle auf der EICMA-Messe in Italien zusammengesetzt. Und was dann ans Licht kam, hat selbst mir noch einmal den Boden unter den Füßen weggezogen.

Kaabo hatte nachgewiesenermaßen mehrfach mit meinem Team in Asien Kontakt aufgenommen – kurz nach dem Brand – und wollte für viele tausend Dollar Ersatzteile schicken.

Ich las innerhalb der Chats Nachrichten, die ich so noch nicht gesehen hatte. Mein Team in Asien hatte jeglichen Kontakt zu mir untersagt.

Ich fragte Kaabo, warum sie mich nicht einfach direkt angeschrieben haben. Sie teilten mir jedoch mit, dass die „Geschäftsführung“ in Asien dies so entschieden hätte.

Was zum Teufel – welche Geschäftsführung?

Leider stellte sich im Nachgang heraus, dass sich jemand aus dem Team in Asien äußerst erfolgreich als Geschäftsführung für den Bereich Asien ausgegeben hatte.

Nachdem wir dann alle Handys auf den Tisch gelegt hatten und ich auch meine Anweisungen zum Design des Legends 2.0 aufgezeigt hatte, bewies mir die Geschäftsführung von Kaabo, dass diese nie an sie weitergegeben worden waren – insbesondere nicht die Länge des Decks usw.

Auf der EICMA-Messe testete ich dann natürlich persönlich den Mantis GT, entschied aber, dass wir unter keinen Umständen ein Modell aufnehmen können, das bereits zwei Jahre alt ist.

Ich muss dazu sagen: Der Scooter wurde bewusst von meinem Team in Asien von mir ferngehalten – mit der Begründung, Kaabo wolle diesen exklusiv launchen, was ebenfalls nicht der Wahrheit entsprach.

Ich hätte diesen Scooter sofort gelauncht – ohne Wenn und Aber – und das schon vor zwei Jahren.

Ihr seht also sehr deutlich, was dort in Asien für ein Spiel gespielt worden ist.

Ich will nicht nachtreten, aber ich möchte sehr ehrlich zu euch sein. Das ist mir besonders wichtig.

Meine Zahlungen an dieses Team lagen im hohen sechsstelligen Bereich pro Jahr. Ihr könnt euch vorstellen, wie viel Geld das in China ist.

Wenn man dann immer tiefer gräbt – und das haben wir von beiden Seiten getan – und feststellt, dass eigentlich jeder einzelne E-Scooter in Asien persönlich getestet werden sollte, weil es deren Job war, dies aber im Nachgang nicht der Fall war, kann man sich einiges ausrechnen.

Aber Fakt ist auch: Ich war viel zu gutgläubig. Das ist Vergangenheit.

Aus diesem Grund haben wir beide Seiten letztes Jahr gesagt: Jetzt erst recht.

Eine meiner Bedingungen war – auch gegenüber meiner Familie –, dass ich selbst sehr viel Zeit in Asien verbringen muss, wenn wir die Marke IO Hawk nicht sterben lassen wollen.

Ich muss die Dinge dort selbst voranbringen – und in einem nächsten Schritt sicherlich auch wieder mit einem Team vor Ort. Aber ich muss immer Teil dieses Teams sein und auch vor Ort arbeiten.

Das ist nicht immer leicht, denn auch familiär bedeutet das große Einbußen.

Wenn ich mir nur vorstelle, was nach dem Brand passiert ist und wie alles auch bei Tao Motor außer Kontrolle geraten ist, möchte ich gar nicht weiter darüber nachdenken.

Aber das ist Vergangenheit. Ich will wirklich nur nach vorne schauen.

Es ist alles aufgearbeitet.

Und für euch als Kunden ist es ganz wichtig, ein sehr gutes Produkt zu bekommen – mit guter Ersatzteilverfügbarkeit. Dafür stehe ich, und dafür steht meine ganze Familie.

Genau deshalb ist dieses Feedback von euch für mich so unfassbar wichtig.

Natürlich weiß ich, dass ich polarisiere. Ich möchte aber nicht mehr unbedingt das Gesicht von IO Hawk sein, sondern einfach das Gesicht von Sascha Arndt.

Deshalb bekommt ihr Infos auch nur über meinen privaten Kanal. Was die operative Geschäftsführung entscheidet, über die IO-Hawk-Kanäle zu veröffentlichen, liegt nicht bei mir.

Und sind wir ehrlich: Wir haben noch gar nichts geschafft. Das habe ich heute auch zu meinem Freund Daniel von Tao Motors gesagt.

Ich fliege aktuell für fünf Produkte nach Asien:
Elite X 3.0, ein weiterer Scooter von Kaabo, der Mantis GT sowie zwei Automotive-Varianten.

Was wir davon wirklich veröffentlichen werden, sehen wir im nächsten Schritt. Denn ich muss wirklich überzeugt sein, dass diese Produkte gut ankommen – wir alle müssen das.

Und eine Sache ist mir besonders wichtig:
Wir wollen unabhängig von Banken und Investoren agieren.

Auch eine Vorbestellerphase darf erst stattfinden, wenn die Ware bereits auf dem Schiff ist. Und selbst dann muss es die Möglichkeit geben, kostenlos zu reservieren.

Alles – wirklich alles – wird am Anfang sehr limitiert sein.

Ich habe gestern zu Thorsten gesagt:

„Ich bin zufrieden, wenn die Kunden warten müssen.
Wenn die Nachfrage größer ist als das Angebot.
Und selbst dann wachsen wir nur so, wie wir es können – nicht um jeden Preis.
Service und Mitarbeiter müssen mit der Anzahl der verkauften Produkte wachsen.
Darüber sind wir uns alle einig.

Ich wünsche mir sehr, dass wir durch Taten und nicht durch Worte glänzen.
Erst machen, dann reden.

Daran arbeite ich noch – denn am liebsten würde ich immer alles sofort zeigen.
Das ist mein Charakter.

Weil es mir unglaublich viel Spaß macht, neue Produkte zu entwickeln.
Weil ich mich wie ein kleines Kind über neue Dinge freue.
Weil es privat große Einbußen bedeutet.
Aber weil es ein Teil meines Lebens ist – und immer war.

Und weil ich unglaublich demütig bin, das wieder tun zu dürfen.

Mit Freude – aber ohne Druck.
Denn unter Druck entsteht keine Innovation. Und auch nicht durch Hoffnung.

Zurück zu den Wurzeln.
Mit Passion. Mit Leidenschaft.
Weil ich es liebe, das zu tun.“

Danke – das kann ich manchmal nicht oft genug sagen. Und das meine ich ehrlich.

Sascha

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